Mandeln, Mangold, Meersalz,

Blühende Mandelbäume

Raffiniert und bodenständig: Die Küche Mallorcas

Wenn Anfang des Jahres die Temperaturen vor der spanischen Mittelmeerküste über 20 Grad klettern, verwandeln Abermillionen Blüten Mallorca in ein zartes weiß-rosa Farbenmeer.
Rund acht Millionen Mandelbäume gibt es auf der größten Baleareninsel: Kein Wunder, dass die Frucht des von den Mauren um 900 eingeführten Rosengewächses ein charakteristischer Bestandteil der Mallorquinischen Küche geworden ist - als Vorspeise in einer kalten Gemüsesuppe, zu deftigen Fleischragouts oder im zartluftigen Mandelkuchen.

Orangen am Baum


Im Nordwesten, rund um Sóller, säumen unzählige Orangenhaine die Gegend. Entsprechend sorgt die Zitrusfrucht in vielen Inselgerichten für überraschende Geschmackerlebnisse – wie bei der fruchtigen Orangen-Coca mit Oliven (eine Art mallorquinischer Pizza) oder einem Wolfsbarsch mit Chili-Orangen-Mayonnaise.

 



Trotz dieser Extravaganzen: Die Küche Mallorcas ist bäuerlich und bodenständig. Gegessen wird, was Acker, Wald und Meer hergeben: Schnecken aus der Serra de Tramuntana, Llampuga, die Goldmakrele, aus den Gewässern vor Alcúdia und Cala Ratjada oder Mangold und Auberginen aus den heimischen Gärten.
Als Beilage werden oft Kartoffeln serviert, Knoblauch und Paprikapulver kommen fast immer zum Einsatz.

Hähnchenschenkel im Mandelsauce



Typisch für bäuerliche Küchen: Es wird nicht weggeworfen. Die Frito mallorquin – ein Eintopf aus Leber, Lunge, Herz oder Milz vom Schwein, Zicklein oder Lamm – ist hierfür ein Beispiel.
Angereichert mit Kartoffeln, Paprika und Saisongemüse war das Gericht früher ein Arme Leute-Essen und zählt heute zu den bekanntesten Spezialitäten der Insel.

 

Salzfeld Es Trenc




Berühmt ist Mallorca auch für sein Meersalz. Schon die Phönizier betrieben im 6. Jahrhundert vor Christus bei Es Trenc die Salzgewinnung. Das Flor de Sal d´Es Trenc ist das edelste und reinste aller Meersalze - und ein ideales Urlaubsmitbringsel.